CBD gegen Geschwüre beim Hund

Mit dem Hund zu kuscheln ist was Schönes. Du schmiegst Dich in sein weiches, warmes Fell, streichelst über seinen Rücken, die Ohren, sie starken Beine. Was aber, wenn Du dabei plötzlich einen Knubbel, eine Beule oder ein Geschwür an seiner Haut spürst? Dann ist die Panik groß. In vielen Fällen sind die Schwellungen harmlos, vielleicht eine Zecke, die sich vollgesogen hat. Manchmal jedoch kann so eine Beule auch besorgniserregend sein. Es könnte sich auch um einen Tumor handeln. Wir wollen wissen, ob CBD bei Geschwüren helfen kann. 

Das können Gründe für Geschwüre sein

Gerade bei Langstock-Hunden kann man nicht direkt sehen, woher eine solche Schwellung kommt – Parasiten und Entzündungen beispielsweise sind nicht immer so leicht zu erkennen. 

Als Ursachen in Frage kommen:

  • Zecken, Flöhe oder andere Parasiten (besonders in der wärmeren Jahreszeit)
  • eine Bisswunde, die sich mit Bakterien infiziert hat
  • Hautwarzen, die sich entzündet haben
  • eine Entzündung aufgrund einer Injektion (nach Impfung z.B.)
  • ein Abszess (eitrige Kapsel in der Unterhaut)
  • eine Allergie (z.B. gegen Gräser)
  • Talgdrüsen, die zu viel Talg produzieren und sich entzünden können (Grützbeutel)
  • ein Tumor oder ein Lipom [1; 2]

Versuche bitte nicht, an dem Geschwür herumzudrücken. Damit könntest Du eine Infektion verschlimmern und Deinem Hund unnötige Schmerzen bereiten. Im Zweifel solltest Du mit einem Geschwür unbekannter Herkunft lieber mit Deinem Hund zum Tierarzt gehen. Er kann die Ursache ermitteln und Deinen Hund fachgerecht behandeln. 

Wie werden Geschwüre beim Tierarzt behandelt? 

Die Behandlung eines Geschwulstes hängt von der Ursache ab. Eitrige Beulen oder Abzesse werden beispielsweise geöffnet, gespült und mit Wundcreme behandelt. Bei Allergien muss der Auslöser ermittelt werden. Liegt tatsächlich eine Krebserkrankung vor, entscheidet der Arzt nach der Art und dem Stadium der Erkrankung, ob der Hund operiert, mit Chemotherapie oder Strahlen behandelt wird.

CBD gegen Wunden und Geschwüre

CBD kann bei Wunden allgemein Schmerzen, Infektionen und Entzündungen regulieren. Nicht umsonst wird Cannabis schon seit tausenden von Jahren gegen Verbrennungen der Haut, Geschwüre, Schnitt- und Schürfwunden angewendet [5]. Denn auch die Haut und Hautanhängsel steuern Prozesse an den Nerven, am Immun- und Hormonsystem. Inzwischen weiss man, dass daran auch das Endocannabinoidsystem (ECS) beteiligt ist, denn in der Ober- und Unterhaut konnten Wissenschaftler CB1- und CB2-Rezeptoren nachweisen. Außerdem haben sie beobachtet, dass nach einer Hautverletzung oder Irritation sowohl die Anzahl der CB1- und CB2-Rezeptoren, als auch die Endocannabinoidkonzentration in der Haut ansteigen [S3; S6]. Die Zellen, die die Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen, sind zunächst hauptsächlich Immunzellen gegen Entzündungen. Dann folgen fibroblastische Zellen für die Wundheilung und Narbenbildung. Durch die Cannabinoide werden außerdem nach der Bindung an ihre Rezeptoren Wachstumsfaktoren gebildet [S5]. Das Cannabidiol verhindert zusätzlich, dass sich übermäßige Narben bilden. Es scheint, als wenn all diese Zellen also für ihre Aktivität die Endocannabinoide benötigen. Zum Vergleich: Hemmt man die Enzyme, die die Endocannabioide normalerweise abbauen, werden Schmerzen und Entzündungen der Haut reduziert. 

Das ECS scheint in der Haut also u.a.:

  • die Sinnesempfindungen (wie Schmerz)
  • das Zellwachstum und
  • die Aktivität des Immunsystems zu regulieren [3; 4; 5]. 

Schon länger ist bekannt, dass CBD darüber hinaus Erregern entgegen und die Nerven beruhigen kann, die die Schmerzen an das Gehirn weiterleiten [S4]. Dazu kann es äußerlich als Salbe oder Creme aufgetragen werden. Von innen kann es das Immunsystem aktivieren und die Heilungskräfte stärken. 

All das deutet darauf hin, dass die Behandlung einer Wunde/eines Geschwürs mit CBD einen Vorteil bieten könnte. 

Aber Achtung: Ein CBD-Öl wirkt besonders dann, wenn die Wunde offen ist. Ansonsten werden fetthaltige Substanzen von der Haut nur schwer aufgenommen [3]. 

Geht auch Hanfsamenöl?

Wenn Du Dir Sorgen wegen der Cannabinoide machst und lieber erst einmal mit Hanfsamenöl als Wundmittel starten möchtest, ist das auch in Ordnung. Hanfsamenöl enthält, im Gegensatz zu Hanföl, keine Cannabinoide. Dennoch kann auch dieses Öl bei Wunden und Geschwüren nützlich sein. Es beinhaltet nämlich eine optimale Kombination aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren beispielsweise helfen u.a.:

  • Krankheitserreger abzuwehren
  • die Durchblutung anzuregen
  • Entzündungen zu reduzieren
  • die Zellregeneration und -erneuerung zu fördern
  • die Barrierefunktion der Haut zu stärken
  • Juckreiz und Allergien zu lindern [6].

Und wenn es wirklich Krebs ist?

Der Mensch und der Hund haben ein vergleichbares Endocannabinoidsystem. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass CBD nicht nur die Symptome einer Krebserkrankung, wie Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Schmerzen und Entzündungen, lindern, sondern auch den Krebs am Wachstum hindern kann [S1; S2]. Dennoch: Sollte der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestehen, gehe bitte mit Deinem Hund zum Arzt. 

Was kann ich selbst tun?

Du kannst versuchen, das Geschwür Deines Hundes regelmäßig mit einem hochwertigen CBD-Öl zu behandeln. Am besten fragst Du Deinen Tierarzt, welches Öl er empfiehlt und wie Du es dosieren und anwenden solltest. Bevor Du mit Deinem Hund zum Tierarzt gehst, kannst Du aber schon selbst aktiv werden. Du hilfst ihm, wenn Du im Vorfeld: 

  • notierst, wann Du das Geschwür festgestellt hast und wie groß es in etwa ist
  • besondere Ereignisse vor der Entdeckung des Geschwürs aufschreibst, wie einen Zeckenbiss, Wunden
  • die Wunde/das Geschwür sauber hältst
  • das allgemeine Verhalten des Hundes beobachtest (frisst und trinkt er, ist er aktiv oder eher lethargisch, hat er Schmerzen?)
  • Bis zum Termin das Wachstum des Geschwürs kontrollierst [2]

Ein Video zu Cannabis gegen Geschwüre beim Hund

Für alle Interessenten gibt es ein schönes Video zur praktischen Cannabis-Behandlung eines Hundes mit Geschwüren. 

Erfahrungsberichte

Nichts überzeugt so sehr, wie ein Erfahrungsbericht von Personen, die in derselben Lage sind, wie man selbst. Wer daran interessiert ist, findet im Internet zahlreiche Foren zum Austausch. Unter https://www.facebook.com/groups/1875755872714021 bieten auch wir eine Selbsthilfegruppe zum regen Austausch an. 

Quellen: 

[1] CBD (Cannabis) Öl für Hunde, in Hundepower, abgerufen am 05.12.2020 von https://hundepower.de/cbd-cannabisoel-oel-fuer-hunde/

[2] Knubbel, Warzen, Zecken, Knoten und Beulen – was hat mein Hund da?, 03.12.2015 in Dein Tierwelt Magazin, abgerufen am 05.12.2020 von https://www.deine-tierwelt.de/magazin/knubbel-warzen-zecken-knoten-und-beulen-beim-hund/

[3] Dr. Hutterer, Christine, CBD und Cannabinoide bei der Wundheilung, 03.12.2019 in Leafly, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.leafly.de/wundheilung-cbd-cannabinoide/

[4] Biro, Tamas et. al., The endocannabinoid system of the skin in health and disease: novel perspectives and therapeutic opportunities, 01.08.2009 in Trends in Pharmacological Science, Volume 30, Issue 8, p 411 – 420, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.cell.com/trends/pharmacological-sciences/fulltext/S0165-6147(09)00107-2

[5] Hilft Cannabis, Wunden und Verletzungen schneller zu heilen?, 15.08.2020 in Sensiseeds, abgerufen am 06.12.2020 von https://sensiseeds.com/de/blog/hilft-cannabis-wunden-und-verletzungen-schneller-zu-heilen/

[6] Wem hilft Omega-3?, in Marquardt Running, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.matthias-marquardt.com/omega-eating/wem-hilft-omega3/

Relevante Studien:

[S1] Massi, Paola et. al., Antitumor effects of cannabidiol, a nonpsychoactive cannabinoid, on human glioma cell lines, März 2004 in J Pharmacol Exp Ther;308(3):838-45, abgerufen am 06.12.2020 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14617682/

[S2] Likar, Rudolf et. al., Concomitant Treatment of Malignant Brain Tumours With CBD – A Case Series and Review of the Literature, Oktober 2019 in Anticancer Res;39(10):5797-5801, abgerufen am 06.12.2020 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31570484/

[S3] Zhao, Zhen-Bin et. al., Expression of cannabinoid receptor I during mice skin incised wound healing course, August 2010 in Fa Yi Xue Za Zhi;26(4):241-5, abgerufen am 06.12.2020 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20967946/

[S4] Clapper, Jason R. et. al., Anandamide suppresses pain initiation through a peripheral endocannabinoid mechanism, 2010 in Nature Neuroscience, volume 13, 1265–1270, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.nature.com/articles/nn.2632

[S5] Yang, H. et. al., Epidermal growth factor receptor transactivation by the cannabinoid receptor (CB1) and transient receptor potential vanilloid 1 (TRPV1) induces differential responses in corneal epithelial cells, September 2010 in Experimental Eye Research, Volume 91, Issue 3, Pages 462-471, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0014483510001934

[S6] Lotersztajn, S. et. al, CB2 receptors as new therapeutic targets for liver diseases, Br J Pharmacol. 2008 Jan; 153(2): 286–289, abgerufen am 06.12.2020 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2219531/

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