Probier doch mal Süßkartoffeln für den Hund

Dein Hund verträgt Getreide nicht und Du suchst nach einer gesunden Alternative für die Basisernährung? Vielleicht kommt Dir dabei nicht gerade die Süßkartoffel in den Sinn, weil Du Deinem Hund keine zuckerhaltigen Nahrungsmittel geben möchtest. Das ist verständlich und auch sinnvoll. Dennoch gehört die Süßkartoffel zu den gesündesten Gemüsen überhaupt, denn sie beinhaltet eine Fülle von wohltuenden Nähr- und Vitalstoffen. Was die orangefarbene Knolle so gesund macht, erklären wir Dir hier.

Inhaltsstoffe der Süßkartoffel: Das enthält sie nicht (im Vergleich zur Kartoffel)

Die Süßkartoffel oder Batate gehört zu den Windengewächsen und ist damit nicht mit der Kartoffel verwandt. Sie enthält, entgegen weitverbreiteter Meinung, keine nennenswerten Mengen an Blausäure, die zudem noch beim Kochen der Kartoffeln verdampft. Auch die Konzentration an Oxalsäure in den rohen Süßkartoffeln hält sich in Grenzen und ist geringer, als beispielsweise in Möhren, Spinat oder Mandeln. Die Schale der Süßkartoffel enthält, anders als die Kartoffel, auch kein schädliches Solanin, kann also mit gefüttert werden. Solanin wäre giftig für den Hund, da es die Zellen absterben lässt und zu Symptomen, wie:

  • Atemschwierigkeiten
  • Ausschlag
  • Benommenheit
  • Halluzinationen
  • Nervenschäden
  • Überempfindlichkeit bei Berührungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Darmentzündunge, Durchfall führen kann [x]. 

Für Hundebesitzer, die auf das Gewicht ihrer Hunde achten müssen: Die Batate hat etwa 10% weniger Kalorien als Kartoffeln [1]. Sie ist zudem arm an Fett und gesättigten Fettsäuren. Zusätzlich eignet sie sich ideal als Nahrungsmittel, wenn Du Deinem Hund eine Allergie-Ausschlussdiät oder Schonkost verabreichen musst. 

Inhaltsstoffe und Wirkungen der Süßkartoffel: Caiapo

Die Schale der Süßkartoffel ist durch das enthaltenen Caiapo, einem sekundären Pflanzenstoff, ausgesprochen gesund. Caiapo ist ein Stoff, der:

  • den Blutzuckerspiegel regulieren
  • das Cholesterin im Blut senken und damit 
  • der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes vorbeugen
  • die Blutbildung anregen kann [S1; S2; S3]. 

Dadurch kompensiert Caiapo den höheren Zuckergehalt der Süßkartoffel. 

Auch die komplexen Kohlenhydrate in der Süßkartoffel helfen, den Blutzuckerspiegel auf einem gesunden Niveau zu halten. Von den insgesamt etwa 24 g Kohlenhydrate bestehen lediglich 3 g aus Zucker. Die restlichen 21 g bilden Stärke. 

Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine

Süßkartoffeln enthalten viele Antioxidantien, wie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Anthocyane). Diese Stoffe schützen die Zellen vor der Zerstörung durch freie Radikale und können damit Entzündungen vorbeugen bzw. bestehende Entzündungen, beispielsweise in den Gelenken, lindern. Sie sind damit ein hervorragender Schutz vor der Entstehung von Krebserkrankungen und können den Alterungsprozess Deines Hundes verlangsamen [S4]. 

Die Vitamine A, B, C, E und K können außerdem u.a.:

  • das Immunsystem, 
  • den Energiestoffwechsel und 
  • die Blutbildung boostern und 
  • das Nervensystem schützen. 

Von Vitamin C beispielsweise enthält die Süßkartoffel etwa 30 mg – fast doppelt so viel, wie die Kartoffel. Die hohen Mengen an Beta-Carotinen erkennst Du an der orangen Farbe des Fruchtfleisches. Umgewandelt in Vitamin A hilft es, die Sehkraft Deines Hundes zu erhalten und Augenkrankheiten (wie Glaukom) vorzubeugen. 

Mineralien und Spurenelemente in der Süßkartoffel 

Die orangefarbenen Knollen enthalten alle Mineralien und Spurenelemente, die Dein Hund benötigt. Sie sind vor allem reich an Kalium, das den Elektrolyt- und den Flüssigkeitshaushalt sowie die Nerven- und Muskelfunktion reguliert und Herz und Gefäße schützt. Kalium kann Muskelkrämpfe reduzieren und die Leistungsfähigkeit Deines Hundes steigern. Zusammen mit anderen Mineralstoffen kann es helfen, dass Dein Hund in Stresssituationen gelassener reagieren und seine Energiereserven wieder auffüllen kann. Dazu enthält die Süßkartoffel: 

  • Calcium für die Knochenbildung, Blutgerinnung und Nervenfunktion
  • Eisen für die Blutbildung, den Sauerstofftransport und die Energiegewinnung
  • Magnesium für den Energiestoffwechsel, Knochenaufbau, Enzym- und Muskelfunktion
  • Phosphor für den Stoffwechsel und den Knochenaufbau
  • Natrium für den Wasserhaushalt und die Nerven- und Muskelfunktion
  • Zink für das Immunsystem und die Wundheilung
  • Chrom für die Regulierung des Blutzuckers [1]. 

Die komplexen Kohlenhydrate in der Süßkartoffel

Wenn Du Deinen Hund mit weniger oder gar keinem Getreide füttern möchtest, können die Ballaststoffe in den Knollen das Getreide gut ersetzen – besser als die Kartoffel. Sie quellen im Darm auf, machen länger satt und sorgen für eine gesunde Verdauung. Außerdem helfen sie, die guten Bakterien der Darmflora zu fördern und Fäulnisbakterien zu hemmen. Auch Giftstoffe werden von den Ballaststoffen gebunden und ausgeleitet. All das kommt wiederum dem gesamten Organismus zugute, hilft bei der Regeneration nach Krankheit oder besonderer Anstrengung und verringert die Gefahr von Diabetes, Krebs, Herz- und Gefäßleiden [1; 2]. 

Alle Nährstoffe im Überblick siehst Du hier.

Zubereitung der Süßkartoffel

Idealerweise garst Du die Süßkartoffel mit der Schale und mischst sie dann Deinem Hund unter das Futter. So ist die Kartoffel bekömmlicher und Du kannst ganz sicher sein, dass der Organismus Deines Hundes nicht doch mit Oxalsäure belastet wird. Sie ist insbesondere für Hunde mit Nierenerkrankungen schädlich und kann die Resorption von wichtigen Mineralstoffen, wie Calcium, Eisen oder Magnesium erschweren [y]. Für die Verwertung des Beta-Carotins, das in den Süßkartoffeln ähnlich hoch konzentriert ist, wie in Möhren, sollte das Futter Deines Hundes Fett enthalten. Nur so kann das Provitamin von Deinem Hund verwertet und zu Vitamin A umgewandelt werden. Mische zu Beginn bei kleinen Hunden einen Teelöffel und bei großen einen Esslöffel Süßkartoffeln unter das Futter und beobachte, ob Dein Hund die Kartoffel gut verträgt. Zu viel Ballaststoffe auf einmal könnten sonst zu Magen-Darm-Problemen führen. Achte auch beim Kauf darauf, dass die Süßkartoffel keine Triebe aufweist. Du kannst sie einige Zeit lagern, indem Du sie dunkel und bei Zimmertemperatur aufbewahrst. 

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Quellen: 

[1] Die Süßkartoffel als Superstar, Atlantic Sun Farms, abgerufen am 01.04.2022 von http://www.atlanticsunfarms.com/de/10gruende-fuer-die-suesskartoffel.html

[2] Müller, Sybille, Die Süsskartoffel – ein kostbares Geschenk der Natur, 08.03.2022 in Zentrum der Gesundheit, abgerufen am 01.04.2022 von https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/suesskartoffel

[x] Prosche, Sebastian, Solanin im Gemüse, was du zu dem Giftstoff wissen musst, 10.08.2018 in Utopia, abgerufen am 01.04.2022 von https://utopia.de/ratgeber/solanin-in-gemuese-was-du-zu-dem-giftstoff-wissen-musst/

[y] Naumann, Martina, Oxalsäure: Wo sie steckt und wann sie bedenklich ist, 10.09.2018 in Utopia, abgerufen am 01.04.2022 von https://utopia.de/ratgeber/oxalsaeure-wo-sie-steckt-und-wann-sie-bedenklich-ist/

Relevante Studien:

[S1] Ozaki, Sei et. al., Structural Characterization and Hypoglycemic Effects of Arabinogalactan-Protein from the Tuberous Cortex of the White-Skinned Sweet Potato (Ipomoea batatas L.), 2010 in J. Agric. Food Chem., 58, 22, 11593–11599, abgerufen am 01.04.2022 von https://pubs.acs.org/doi/10.1021/jf101283f

[S2] Noda, Naoki et. al., The resin glycosides from the sweet potato (Ipomoea batatas L. LAM.), November 2008 in Chem Pharm Bull (Tokyo); 56(11):1607-10, abgerufen am 01.04.2022 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18981615/

[S3] Ludvig, B. et. al., Improved metabolic control by Ipomoea batatas (Caiapo) is associated with increased adiponectin and decreased fibrinogen levels in type 2 diabetic subjects, Juli 2008 in Diabetes Obes Metab; 10(7):586-92, abgerufen am 01.04.2022 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17645559/

[S4] Oluyori, Abimbola Peter et. al., Sweet Potato Peels and Cancer Prevention, Dezember 2016 in Nutr Cancer; 68(8):1330-1337, abgerufen am 01.04.2022 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27673552/

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